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Nicholas Kurti European Science Prize 2013 für Dr. Lapo Bogani

17. Mai 2013; Webmaster

Dr. Lapo Bogani, Mitglied des 1. Physikalischen Instituts der Fakultät Mathematik und Physik, wurde mit dem Nicholas Kurti European Science Prize 2013 für seine Forschung an magnetischen Nanomaterialen ausgezeichnet. Der Preis wird an herausragende junge Wissenschaftler für ihre Forschungsarbeiten zu tiefen Temperaturen bzw. hohen Magnetfeldern vergeben und von Oxford Instruments zu Ehren von Prof. Nicolas Kurti, der als Erster Temperaturen im Bereich von Mikrokelvin erreicht hatte, gesponsert.

Lapo Bogani leitet die Gruppe Nanomagnetismus an der Universität Stuttgart und hat einen stark interdisziplinären Hintergrund. Seine Forschung verbindet insbesondere die Grundlagenforschung zum Nanomagnetismus in Chemie und Physik. Seine Arbeiten konzentrieren sich auf die Untersuchungen von molekularen magnetischen Materialen mit Quanteneigenschaften, ihre Kontrolle (z.B. durch Elektronen oder Photonen) und ihre Integration in nanoskopische Syseme. Preisträger in den vergangenen Jahren waren u.a. einer der Entdecker von Graphene (Kostantin Novoselov, späterer Nobelpreisträger), einer der Entwickler der Quantenelektrodynamik mit Schaltkreisen (Andreas Wallraff, ETH Zürich), Leiter des LNS am Paul Scherrer Institut (Christian Rüegg), Pioniere in der Quantencomputerforschung mit Molekülen (John Morton) und Quantenpunktens (Lieven Vandersypen und Ronald Hanson, TU Delft) sowie zwei führende Forscher der Nanoelektornik, Silvano De Franceschi (CEA Grenoble) und Mathias Kläui (Professor an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz).

Professor George Pickett von der Lancaster University, Vorsitzender des Auswahlkomitees, kommentierte die Preisverleihung mit folgenden Worten: „Vor dem Hintergrund, dass das Feld der Kandidaten für den diesjährigen Nicholas Kurti European Science Prize besonders stark war, ist es eine besondere Freude für das Gremium, Herrn Dr. Lapo Bogani als diesjährigen Preisträger auszuwählen. Herr Bogani hat Nanowissenschaften mit Magnetismus vereint und damit fundamentale Fortschritte auf dem Gebiet der Nanomagnete erreicht, speziell im Bereich molekularer Spintronik. Seine Arbeit könnte in der Zukunft zu Anwendungen mit Bauelementen führen, die den Magnetismus einzelner Moleküle nutzen.“