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Das kleinste Mikroobjektiv der Welt

Öffentliche Vortragsreihe „Physik die Wissen schafft“
Veranstaltungsdatum: 3. Juli 2017 19:00 Uhr
 Audimax V53.01

Harald Giessen

Prof. Dr. Harald Giessen
4. Physikalisches Institut
Universität Stuttgart

Die Mikrooptik hat eine ganze Reihe von wichtigen Anwendungsbereichen,
wie z.B. Miniatur-Endoskope in der Medizin oder Optiken für Bildsensoren
beim autonomen Fahren. Der 3D Druck versetzt uns seit kurzem in die
Lage, auch optische Bauelemente am Computer zu entwerfen und gleich
danach zu drucken, mit einer Auflösung im Bereich von 100 nm und einer
hohen Genauigkeit und Reproduzierbarkeit. Der Vortrag stellt erste
Ergebnisse vor und diskutiert die verschiedenen Möglichkeiten und
Perspektiven.

      mikroobj_2

Two-photon direct laser writing of ultracompact multi-lens objectives
T. Gissibl, S. Thiele, A. Herkommer, and H. Giessen
Nature Photonics 10, 554 (2016).

Sub-micrometre accurate free-form optics by three-dimensional printing on single-mode fibres
T. Gissibl, S. Thiele, A. Herkommer, and H. Giessen
Nature Communications 7, 11763 (2016).

Ultra-compact on-chip LED collimation optics by 3D-printing
S. Thiele, T. Gissibl, H. Giessen, and A. Herkommer
Opt. Lett. 41, 3029 (2016).

3D printed eagle eye: Compound microlens system for foveated imaging
S. Thiele, K. Arzenbacher, T. Gissibl, H. Giessen, and A. M. Herkommer
Science Advances 3, e1602655 (2017).

Zur Person

Harald Giessen studierte von 1986 bis 1992 Physik in Kaiserslautern und promovierte 1995 am Optical Sciences Center der University of Arizona. Nach Postdoc-Aufenthalten am MPI in Stuttgart 1996 und in Marburg von 1997-2000 hatte er von 2001-2004 eine C3-Professur in Bonn inne. Seit 2005 leitet er das 4. Physikalische Institut an der Universität Stuttgart mit dem Themenschwerpunkt Ultraschnelle Nanooptik. Er hatte Gastprofessuren in Innsbruck, an der University of Sydney, in Peking sowie an am AStar und an der NTU in Singapur inne. Er ist Co-Direktor des Stuttgart Center of Photonics Engineering SCoPE sowie Editor bei der Zeitschrift Nature Light Science & Applications. Er erhielt 2012 einen ERC Advanced Grant für seine Arbeiten zur Nanophotonik und Plasmonik.

 

Verweise: