Raman-Effekt

Elektrische Wechselfelder (Licht) induzieren in polarisierbaren Molekülen oszillierende Dipole, die dann Strahlung mit gleicher Frequenz aussenden (Rayleigh). Durch thermisch angeregte Schwingungsfreiheitsgrade des Moleküls ändert sich die Frequenz der emittierten Strahlung, es treten zusätzliche Linien im Spektrum auf (Raman). Dies ermöglicht die Untersuchung von Schwingungszuständen bei Molekülen, die der IR-Spektroskopie aufgrund der Auswahlregeln z.B. nicht zugänglich sind. Aus der Anzahl der Ramanlinien und deren Polarisationsgrad kann man mit Hilfe der Gruppentheorie Rückschlüsse auf den Strukturellen Aufbau des untersuchten Moleküls gewinnen. Gemessen werden die Streulichspektren von CCl4, CHCl3, CHBr3, CdCl3 und CdBr3 mit Hilfe eines holographischen Gitters zur spektralen Zerlegung und eines Photomultipliers zur Intensitätsbestimmung. Zur Auswertung muß man sich in in die Gruppentheorie (für einfache Systeme) einarbeiten: schließlich wird jeder Molekülschwingung ihre Energie zugeordnet.