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Anton Zeilinger veranschaulicht die Tragweite der Quantenmechanik

July 8, 2015; Teresa Schaller

Trotz großer Hitze finden sich über 700 Personen aller Altersgruppen im Audimax am Campus Vaihingen ein, um Herrn Prof. Anton Zeilingers Vortrag über das Quantenlicht zu hören. Kurzweilig und unterhaltsam entführt er die Zuhörer in die 1920er Jahre - hin zu Planck, Bohr, Einstein und ihren revolutionären Theorien, wie sich Materie und vor allem Licht beschreiben lassen. Teilchen oder Welle? Das ist die zentrale Frage, die sich die führenden theoretischen Physiker Anfang des 21. Jahrhunderts stellen und die im Zentrum von Zeilingers Präsentation steht.

Anschaulich erklärt er die Vorgänge beim Doppelspaltexperiment, streift weit über die Physik hinaus bekannte Gedankenspiele wie Schrödingers Katze und erklärt diese so, dass sowohl Jung als auch Alt die Tragweite der Quantenmechanik erkennen.

Zeilingers Forschungsgebiet, die Quantenteleportation, beruht auf der Verschränkung zweier Quanten. Das Besondere hierbei ist, dass ein Quantenzustand von einem System auf das andere übertragen wird, ohne die zugrunde liegenden Teilchen selbst zu transportieren. Dieses Experiment wird von Zeilinger und anderen Wissenschaftler/innen auf den kanarischen Inseln durchgeführt. Von La Palma nach Teneriffa - über 144 km hinweg - konnte erfolgreich eine solche Quantenteleportation durchgeführt werden. Dies wirft weitere Fragen auf, die anschließend mit dem Vortragenden und Physikerinnen und Physikern des Fachbereichs bei kühlen Getränken im Foyer diskutiert werden.

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