Sommerfest der Mathematik und Physik

Sommerfest
13. Juli 2012

 

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Warum Physik studieren?

Wie bei jedem Studienfach, so sollte auch die Entscheidung für ein Physik-Studium in der Hauptsache von einem tiefen Interesse am Fach getragen sein. Nur wer eine gewisse Faszination für die Physik aufbringt, wird über die Dauer eines ganzen Studiums motiviert sein und den Anforderungen des Studiums gerecht werden. Wenn man diese Begeisterung aber besitzt, dann sprechen gewichtige Argumente dafür, Physik zu studieren.

1. Physik als intellektuelles Abenteuer

Unabhängig von der Frage, was einem ein Physik-Studium unter Karriereaspekten nutzt, sollte zunächst die Freude am Fach im Vordergrund stehen. Physik ist vor allem ein faszinierendes intellektuelles Abenteuer, das einen neuen und tieferen Blick auf die Natur ermöglicht. Wer verstehen will, was die Welt im Innersten zusammenhält, dem eröffnet sich im Physikstudium ein breites Panorama verschiedenster Themenfelder und Forschungsgebiete. In verschiedenen Kurs- und Wahlfachveranstaltungen haben Studenten die Möglichkeit, tiefe Einblicke z. B. in die Bereiche Quantenmechanik, Relativitätstheorie, Astrophysik, Plasmaphysik, Biophysik, Atom-, Kern-, Molekül- und Festkörperphysik zu erhalten.

2. Physik ist von hohem Nutzen

Physik ist als Grundlage der modernen Technik unverzichtbar für technologische Innovationen, sei es in der Medizintechnik, der Energietechnik oder der Computertechnologie. Auch Fortschritte in anderen Disziplinen wie Chemie, Biologie und Medizin sind häufig durch experimentelle Entwicklungen und theoretische Konzepte der Physik inspiriert. Als Beispiele wären hier neue mikroskopische und spektroskopische Methoden, Kernspinresonanztechniken, Computertomographie oder die Beiträge der Physik zur Selbstorganisation komplexer Strukturen zu nennen. Hochaktuelle Gebiete wie die Klimaforschung oder die Hirnforschung sind ohne die Methoden der Physik nicht mehr vorstellbar.

3. Physiker haben sehr gute Berufsaussichten

Physiker haben aufgrund ihrer sehr breiten Ausbildung beste Berufsaussichten. Sie gelten als Generalisten, die sich auch in fachfremde komplexe Themen schnell einarbeiten und diese analytisch durchdringen können. Dadurch steht ihnen eine Vielzahl von Beschäftigungsmöglichkeiten offen. Als Beispiele wären hier die Forschung an Universitäten und staatlichen Forschungseinrichtungen (Max-Planck-Institute, Fraunhofer-Institute usw.) zu nennen. In der Industrie sind Physiker vor allem in den Bereichen Medizintechnik, Elektrotechnik, Softwareentwicklung und Automobiltechnik gefragt. Eine weitere interessante Option ist der Quereinstieg in den Schuldienst. Momentan suchen mehrere Bundesländer händeringend nach Lehrern für die Fächer Mathematik und Physik an Gymnasien. Neben diesen eher klassischen Berufsfeldern haben sich in den letzten Jahren vermehrt Beschäftigungsmöglichkeiten in Unternehmensberatungen, Banken und Versicherungen aufgetan. Das liegt zum einen an der Fähigkeit von Physikern, komplexe Probleme zu analysieren und Lösungsstrategien zu erarbeiten. Zum anderen werden Physiker wegen ihrer hervorragenden mathematischen Ausbildung gerne im Bereich Risiko-Controlling eingesetzt, wo z. B. die Preise von Aktienoptionen mittels anspruchsvoller mathematischer Verfahren berechnet werden.